Die Region bietet zwei stark von einander unterscheidende Lebensräume. Extrem trockene Gebiete wie Trockenrasen und Kiefernforste wechseln sich mit feuchten bis aquatilen Biotoptypen wie Mooren, Feuchtwäldern und Gewässern ab. Unter den Reptilien gibt es Spezialisten die sich an die extremen Standorte angepasst haben. Seit drei Jahren führt der F.N.L. Kartierungsarbeiten durch, um das Artenspektrum der Reptilien in der Region zu dokumentieren und geeignete Schutzkonzepte entwickeln zu können.
Um die Populationen nicht durch Sammler zu gefährden, werden die Fundstellen der Arten nicht angegeben.
In der Region Schwielowsee wurden bisher fünf Arten nachgewiesen:
Anguis fragilis - Blindschleiche
Blindschleichen konnten nahezu flächendeckend an allen geeigneten Standorten nachgewiesen werden.
Coronella austriaca - Glatt- oder Schlingnatter
Die Glatt- oder Schlingnatter gehört zu den stark gefährdeten, vom Aussterben bedrohten Schlangenarten. Bisher liegen nur zwei Nachweise in der Region vor.
Lacerta vivipara - Waldeidechse
Die Waldeidechse konnte an nahezu allen potentiell geeigneten Standorten nachgewiesen werden.
Lacerta agilis - Zauneidechse
Im Gegensatz zur Waldeidechse kommt die Zauneidechse nur selten in der Region vor.
Natrix natrix - Ringelnatter
Die Ringelnatterpopulation kann als stabil bezeichnet werden. An verschiedenen Gewässern wurden während der Kartierungsarbeiten alle zehn bis fünfzehn Meter sich sonnende adulte Exemplare in der Uferzone beobachtet. Die hohe Dichte ist auf das dortige große Angebot an Amphibien zurückzuführen, die von der einzigen heimischen Wasserschlange erbeutet werden.
Leider werden immer noch jedoch Jahr viele Ringelnattern totgeschlagen.